Malerei als Berufung

Mit Fug und Recht kann Hermi Breitenmoser als Ur-Wiler bezeichnet werden. Als Maler und Zeichner ist er Autodidakt, aber er war nie ein naiver Maler Seine Ideen sucht er nicht in exotischen Fernen. Wil, die Altstadt, die Feste und Bräuche sowie die Umgebung, die Berge und Landschaften des Toggenburgs bieten ihm Stoff für seine Werke. Die Wirklichkeit, die er erlebt, findet in seinem zeichnerischen und malerischen Œuvre ihren Ausdruck, aber ebenso die Erfindungen aus dem Reich der Phantasie.

Das Imaginäre und Phantastische stellt für den Künstler eine wichtige Aufgabe für die Malerei dar. In seiner Kunst lässt sich die Natur als Neuschöpfung eines Malers und in dieser noch einmal die spirituelle Einheit von Welt und Künstler erleben. Durch seine Werke vermag Breitenmoser jene geistige und zugleich menschliche Nähe zu beschwören, die im Zusammenleben von Mensch und Natur und dem Leben mit den Mythen seit jeher von ausschlaggebender Bedeutung war.