begrenzt – entgrenzt

Ambivalenz ist ein Wesensmerkmal von Angela M. Flaigs Werken. Ambivalent erscheinen uns die Objekte und Bilder, da sie sich unserer gewohnten Begegnung mit zwei- und dreidimensionalen Kunstwerken entziehen – Erscheinung und Substanz stehen in einem faszinierenden Widerspruch. Die Künstlerin wählt als Rohstoff und Ausgangspunkt für ihre Gebilde Flüchtiges: Das organisch Vergängliche wird aus dem Zyklus der Natur herausgelöst und bis auf weiteres in skulpturalen Gebilden oder ikonischen Reliefs konzentriert.

In ihren verdichteten monochrom-abstrakten Werken verschränkt die Künstlerin das streng Konzeptionelle und formal klar Begrenzte mit dem in den Samen angelegten Zyklischen, ja Entgrenzten der Natur zu einem vielschichtigen inhaltlichen Bezugssystem.