between 0 and 1 / sculpture

Schnur, Papier aller Art, Karton, Leim und Farbe – meist weiss und schwarz – sind die Materialien, mit denen er seine Werke gestaltet. Was sich wie der Anfang einer Anleitung zur Verpackung einer Postsendung anhört, bildet die Grundlage für Plastiken, die ebenso wie Pakete Botschaften und Inhalte übermitteln. Was Walter Weer formt, erinnert oft an Gegenstände des Alltags: Räder, Jalousien, Fischreusen, Wassernetze, Pakete, Siebe und anderes. Der vom Künstler vorgeschlagene Ausstellungstitel «zwischen 0 und 1 / Skulptur» bietet Raum für Mutmassungen und gibt Anlass, sich in philosophischen Gedanken zu verstricken.

Mit seinen Rauminszenierungen von senkrecht an der Decke hängenden «Reusen» oder waagrecht schwebenden «Wassernetzen» ergibt sich an den Wänden wie auf dem Boden ein spannendes Schattentheater.
Walter Weer befasst sich stets mit dem Zusammenspiel von Licht und Raum, von Fläche und Tiefe als den das plastische Objekt in seiner Erscheinungsweise konstituierenden, elementaren Faktoren. Er legt die Netzinstallationen aus, um den Betrachter gefangen zu nehmen. Trotz schwebender Leichtigkeit und dem Spiel der Schatten besitzen seine Schöpfungen inhaltliches Gewicht.