À la tombée du jour

Ausgehend von der Leichtigkeit und Durchlässigkeit ihrer Performances, wie sie die in Zürich lebende Künstlerin seit Jahren erprobt und präzisiert, zeigt Victorine Müller in der Kunsthalle Wil spezifisch für diese Räume geschaffene neuartige Installationen. Eingebunden in eine irreal wirkende szenische Situation, wecken geheimnisvollen anthropomorphen Wesen Neugierde und provozieren Mutmassungen zum Wie und Weshalb der Umstände. Die Szenen erscheinen als surreale Phantasmen, als Traumgebilde, deren Geheimnis durch keinen Deutungsversuch gelüftet werden kann – und es ist gerade dieses die Inszenierungen durchdringende Mysterium, das fasziniert.

Victorine Müller beschreibt die angestrebte Wirkung wie folgt: «Mein Ziel ist es, eine magische irritierende Szenerie zu schaffen, deren atmosphärische Dichte das Visavis in Bann zieht. Es soll in der Installation eine Atmosphäre spürbar sein, die über den Moment des Erlebens nachklingt; ich möchte in meinen Arbeiten ein Anhalten und Dehnen der Zeit, eine Atmosphäre ruhigen Geschehens suggerieren. Die Gesamt- inszenierung offeriert den Betrachtenden einen Raum der Achtsamkeit und Konzentration, einer bewegten Ruhe.»