Mauer

Mauern setzen Grenzen, bieten Schutz. Dem Bestreben nach Abgrenzung steht das Bedürfnis nach Entgrenzung gegenüber, des Sich-Öffnens gegenüber der Andersartigkeit. Ob Befreiungstheologie, Revolution oder geistige Freiheit, die Kräfte des Sich-Öffnens und des Sich-Verschliessens stehen in ewigem Widerstreit.

Die Ausstellung «Mauer» des Künstler-Duos Glaser/Kunz kreist um vielfache Aspekte von Ausschluss und Grenzsituationen, so auch in der 5figurigen kinematographischen Installation «Performance».

Am Samstag, 25. März bewegt sich in der Stadt Wil erstmals eine WANDERNDE MAUER entlang der Oberen Bahnhofstrasse. Ein Team von zwei Leuten baut die Mauer (rund 2 Meter hoch, etwa 8 Meter lang) auf, ein zweites 2er-Team baut die Mauer gleichzeitig am andern Ende ab – eine choreographierte Sisyphusarbeit ist in Gange.

Basierend auf der Filmdokumentation ist eine Videoarbeit geplant, in welcher interessant geschnittene Zeitraffer- und Nahaufnahmen des Auf- und Abbaus sowie Interview-Auszüge zu sehen sind.