Kunsthalle Wil

Die Kunsthalle Wil

Die Kunsthalle Wil versteht sich seit ihrer Gründung 1991 als Forum für zeitgenössische Kunst mit Fokus auf experimentelles raumbezogenes Schaffen. Ausgestellt werden Künstlerinnen und Künstler, die bereits einige Jahre selbständig gearbeitet haben und mit innovativen, interessanten Werken aufgefallen sind, jedoch noch nicht zu den Stars der Kunstszene und des Kunsthandels gehören. Vor allem für Kunstschaffende, die nicht im gängigen Bereich der Galerien-Kunst tätig sind, soll die Kunsthalle eine Möglichkeit bieten, sich einem breiteren Publikum vorzustellen.

Nach drei vorgängigen Orten fand die Kunsthalle 2009 ihren definitiven Standort in der neugestalteten ehemaligen Kleinviehmarkthalle zu Füssen der oberen Altstadtmauer, unweit des Hofs zu Wil und des Stadttors. Das Haus, das von Wil Tourismus 2009 den Anerkennungspreis «Prix Casa» für gute Architektur erhielt, überzeugt mit seiner originellen, teiltransparenten Holzfassade. Als ideal erweist sich die Verbindung von innen und aussen in der Loggia, die bei geeigneten Werken eine Auslagerung der Kunst in den Aussenraum erlaubt.

Die Kunsthalle Wil ist als Verein kein kommerzielles Unternehmen, sie steht nicht in Konkurrenz zu Galerien, sondern wirkt ideell als Wegbereiterin für das Verständnis und Interesse an der Kunst unserer Zeit. Sie kann sich, da Verkäufe nicht im Vordergrund stehen, nicht selbst finanzieren. Dank der Kunsthalle Gönnermitglieder, die für ihren Beitrag jährlich ein Multiple entgegen nehmen dürfen, und dank der substantiellen Unterstützung durch die Stadt Wil, durch das Amt für Kultur des Kantons St. Gallen, durch den

Lotteriefonds sowie durch Stiftungen und durch die zahlreichen privatwirtschaftlichen Sponsoren kann die Non-Profit-Institution Kunsthalle ihr Engagement seit zwei Jahrzehnten aufrecht erhalten und vertiefen. Wenngleich das eher schmale Budget der Kunsthalle gewisse Projekte zwar einschränkt, hat die Erfahrung gezeigt, dass dank des unentgeltlichen Einsatzes der Kunstschaffenden hier immer wieder thematisch und gestalterisch Herausragendes realisiert und der interessierten Öffentlichkeit gezeigt werden kann.